Funktionelle Organstörungen und ihr Bezug zum lumbothorakalem Über- gang und der Lenden-/Beckenregion- das InDiTh®-Konzept

Funktionelle Organstörungen stehen häufig in Bezug zu Störungen an der Wirbelsäule. Durch die wechselseitige Beeinflussung der Systeme kann eine Organstörung für eine manifeste Fehlstellung von Abschnitten der Wirbelsäule verantwortlich sein. Umgekehrt kann auch eine Fehlstellung von Abschnitten der Wirbelsäule zu einer funktionellen Störung eines Organs führen. Reizdarm, Reizkolon, beschleunigte Darmpassage, verminderte Infektabwehr, Inkontinez, funktionelle Nierenprobleme, Störungen der ableitenden Harnwege, Menstruationsbeschwerden sind bei Patienten mit Wirbelsäulenproblemen im Bereich der unteren BWS und der Lenden-Beckenregion häufig zu finden.

Zunächst erfolgt eine kurze Einführung in die Anatomie und die gegenseitigen Bezüge der Organsysteme zur Wirbelsäule. Im weiteren Verlauf werden die direkten Verbindungen der einzelnen Organe zur Wirbelsäule, die für viele rezidivierende Probleme verantwortlich sind, erläutert. Gleichzeitig wird der Frage nachgegangen, wie es überhaupt zur Entstehung dieser funktionellen Störung kommen kann und welche Faktoren sie unterhält.

Die daraus entstehenden Läsionsketten und Symptome werden dargelegt und erklärt. Es
werden diagnostische Techniken, wie das General Listening, das Local Listening und die Thermodiagnostik sowie osteopathische Behandlungstechniken zur Mobilisation und Lösung spezifischer Organstörungen (direkte und indirekte Organtechniken) gezeigt. Die notwendigen Korrekturmaßnahmen und die Techniken an den Organen werden ausführlich demonstriert und intensiv geübt. Im späteren Verlauf der Fortbildung werden Behandlungskonzepte erstellt, die bei den vorgestellten speziellen Krankheitsbildern effektiv anwendbar sind.

Kursinhalte:

  • Anatomie der Organe und ihr direkter/indirekter Bezug zur Wirbelsäule
  • Physiologie
  • Pathologien, funktionelle Störungen und ihr Entstehen
  • Abgrenzung zu anderen Krankheitsbildern (z. B. psychosomatischen Ursprungs)
  • beispielhafte Anamnese und Diagnostik mittels Local und General Listening, Thermodiagnostik und direkter Organtestung
  • Einführung in begleitende und unterstüzende Behandlungstechniken
  • Einüben von Therapiekonzepten mittels direkter und indirekter Techniken (aus dem Bereich der Viszeral- und Faszientherapie)
  • Erarbeiten effektiver Therapiepläne
  • Verhaltensempfehlungen für die Patienten
  • intensives Üben der Grifftechniken

Kursleitung:
Jens Schönbeck, Physiotherapeut, Heilpraktiker, Osteopath, Manualtherapeut

Zielgruppe:
Therapeuten

Kursgebühr:
375,00 € (inkl. Skript und Verpflegung)

Termin:
15.01. bis 17.01.2021
jeweils von 09.00 bis 17.30 Uhr

Abschluss :
Lehrgangsbescheinigung
28 FP